In Benin sind die Jugendlichen immer mehr dem Drogenkonsum ausgesetzt.

Benin zählt über 11 Millionen Einwohner. Davon ist mehr als die Hälfte unter 18.

Früher galt Benin als Transitland für Drogen, doch seit ein paar Jahren hat der Drogenkonsum beträchtlich zugenommen. Obwohl es wenig detaillierte Informationen dazu gibt, zeigt eine Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialrates der UNO, dass Jugendliche und junge Erwachsene (zwischen 15 und 30) am meisten davon betroffen sind. Sie machen 45% der Drogenkonsumenten aus. In der psychiatrischen Klinik von Cotonou werden 86% der Patienten wegen Konsum von Drogen und psychotropischen Substanzen behandelt.

Ein innovatives Pilotprojekt in Cotonou

Die Anti-Drogenkampagne in Benin privilegiert momentan die Repression statt Prävention. Um den lokalen Behörden eine Alternative vorschlagen zu können, entwickelt GeTM mit ihrer lokalen Partnerorganisation CEDEL ein Pilotprojekt in der Stadt Cotonou.

Das Ziel dieses Projektes ist, Schüler (Mädchen und Jungen) von 5 Schulen (Collèges et Lycées) in Cotonou über Drogen aufzuklären, damit sie ihr Verhalten dieser schädlichen Substanzen gegenüber ändern, und somit ein möglicher vorzeitiger Schulabgang verhindert werden kann . Dank der langjährigen Zusammenarbeit zwischen CEDEL und diesen Schulen zeigt das Projekt nach einem Jahr (2014-15) schon recht versprechende Resultate.

  • 227 Schüler (127 Jungen und 100 Mädchen) sind als peer educators ausgebildet worden.
  • 19 Schuldirektoren und 120 Lehrer sind dazu geschult worden, Besorgnis erregende Fälle zu erkennen und diese dann an kompetente Gesundheitsstellen weiterzuleiten.
  • In Zusammenarbeit mit den 5 Schulen werden vielfältige Veranstaltungen organisiert, die die Jugendlichen der umliegenden Gemeinden über das Thema Drogen und Schulabgang sensibilisieren.

Dank all dieser Aktivitäten wurden schon etwa 23’000 Schüler aufgeklärt. Die Jugendlichen und deren Eltern wurden über die Folgen des Drogenkonsums und des verfrühten Schulabgangs informiert. Sie sind nun in der Lage, das Risiko zu identifizieren und wissen, an wen sie sich wenden können, um Hilfe zu bekommen.

Die ausgebildeten Lehrer und peer educators werden mittelfristig  die Aktivitäten zur Aufklärung der neuen Schüler weiterführen. Mit der Unterstützung von CEDEL werden Begleitungsausschüsse, zusammengesetzt von Schülerdelegierten, Eltern und Lehrern, beauftragt, Änderungen im Verhalten der Jugendlichen nach der Aufklärungssphase zu beobachten und zu dokumentieren.

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